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Ganz Oben

Mein Weg zur Spitze: Als die Geschichte begann, hatte ich nicht im Traum daran gedacht, einmal ganz oben zu stehen. Eigentlich ist die Spitze für einen Baumpfleger nichts Ungewöhnliches. Der Weg zur Baumspitze ist Alltag. Aber diese Spitze ist auch für Baumpfleger das absolut Besondere.

Es begann im Oktober 2009 mit einer Ausgabe der National Geographic. Hubert Kowalewski hatte mich angerufen, ich solle mir unbedingt die neueste Ausgabe besorgen. Das Titelbild zeigte einen beeindruckenden Mammutbaum und einen am Seil aufsteigenden Kletterer mit auffälliger roter Jacke. Im dazugehörigen Bericht viele Großaufnahmen von Forschern, die für ihre Arbeiten in Mammutbäume klettern. Und der Clou, für kletternde Baumpfleger unübersehbar, die Forscher kletterten mit dem LockJack.

Der LockJack, Erfindung von Hubert Kowalewski, in Großaufnahme in einer internationalen, weltweit erscheinenden Zeitschrift, das haute uns um. Denn Freeworker ist zuständig für die weltweite Vermarktung des LockJacks, aber eine Werbeanzeige in einem solchen Magazin würde das Marketing-Budget weit übersteigen. Man muss sich das mal auf der Zunge so richtig zergehen lassen: Das amerikanische Wissensmagazin NATIONAL GEOGRAPHIC erscheint weltweit in 33 Sprachausgaben in einer Gesamtauflage von knapp neun Millionen Exemplaren und gehört zu den weltweit bekanntesten Printmarken. Die Bilder sind brillant, gestochen scharf. Die Baumaufnahmen lassen das Herz jedes Baumpflegers höher schlagen.

Der Bericht handelte von den faszinierenden Forschungsarbeiten von Professor Dr. Steven Sillett, dem wohl renommiertesten Mammutbaumforscher und Baumkletterer von der Humboldt State University in Kalifornien. Für mich war sofort klar, dass seine Arbeit auch ein interessantes Thema fürs Kletterblatt wäre. Also schrieb ich in dieser Sache an Prof. Sillett, und fügte noch an wie es uns gefreut habe, den von uns vermarkteten LockJack bei ihm im Einsatz zu sehen. Seine Antwort kam schnell. Sillett schrieb uns, er sei ein großer Fan der ART-Produkte und hätte schon immer einmal den Erfinder dieser grandiosen Produkte kennen lernen wollen. Und dann kam das, was unsere Gefühlswelt total durcheinander wirbelte: er lud Hubert und mich ein, ihn bei einer seiner Expeditionen zu begleiten.

Ich konnte es nicht fassen: der berühmte Forscher Prof. Sillett lädt mich ein, mit ihm in die höchsten Bäume der Erde zu klettern! Mir war schnell klar, dass sein Interesse zuerst Hubert Kowalewski und seinen einzigartigen Baumklettergeräten galt. Doch auch für mich konnte jetzt ein Traum wahr werden, der Jackpot für jeden begeisterten Baumkletterer: Einmal im Leben einen richtig hohen Mammutbaum klettern! Hubert musste ich nicht überreden, diese Einladung anzunehmen.

Beim jährlich stattfindenden Ausbildertreffen der Münchner Baumkletterschule erwähnte ich im Kreis der damals 26 Ausbilder diese Einladung. Jeder der Ausbilder hätte alles stehen und liegen lassen, wenn er ebenfalls diese Möglichkeit geboten bekommen hätte. In einer E-Mail an Steve erwähnte ich beiläufig, dass meine Ausbilder, alles erfahrene Topkletterer und Baumpfleger, sich geehrt fühlen würden, ihn bei seiner Arbeit unterstützen zu dürfen. Steve antwortete nie darauf. Erst während unseres Aufenthaltes erzählte er mir, dass er ständig Anfragen von den besten Kletterern der Welt bekäme. Aber um die wenigen noch verbliebenen Baumriesen zu schützen, wolle er keinen Baumtourismus. Deshalb nimmt er auf seine Expeditionen nur Studenten und Forscher mit, die an den Forschungsarbeiten beteiligt sind.

Früher hatte Sillett die Namen, die er den Bäumen gibt, veröffentlicht. Dies hatte aber dazu geführt, dass Baumkletterer gezielt nach diesen Bäumen gesucht haben, um Baumbesteigungen wie Trophäen zu sammeln. Sillett befürchtet, dass dies zu einem schädlichen Massenklettern führen könnte. Wahrscheinlich hat er Recht. Denn wer kann einem Baumkletterer den Wunsch verdenken, einmal im Leben auf den höchsten Bäumen der Welt gewesen zu sein?

Umso dankbarer war ich, dabei sein zu dürfen, obwohl ich nichts Wesentliches zu den Forschungsarbeiten beitragen konnte. Ich habe mitgeholfen, Daten zu sammeln, ich vermarkte ein Gerät, das den Forschern die Arbeit erleichtert, aber trotzdem war es ein Geschenk, das andere wesentlich mehr verdient hätten als ich.

Britta Arnold, verantwortlich für die Texte im Freeworker-Katalog, hat noch vor meiner großen Reise im Juni 2010 den Bericht über die Arbeiten von Steven Sillett verfasst (s. Kletterblatt 2010). Weil ich noch nicht wirklich an mein Glück glaubte, was konnte nicht alles schief gehen, hatte ich sie gebeten, nichts von dieser Einladung im Bericht zu erwähnen.

Denn trotz Einladung war es nicht sicher, dass unser Traum Wirklichkeit werden konnte. Schon der Zeitpunkt der Reise war sehr vage gehalten. Hubert und ich waren zwar als Gäste eingeladen worden, jedoch mit der Mitteilung, dass die Expedition erst starten kann, wenn der Schnee im Zielgebiet in 1.500 bis 2.500 Metern Höhe weg ist. Wie bucht man einen Flug in die USA, wenn der Reisetermin erst kurzfristig bekannt gegeben wird? Das kann ein Vermögen kosten. Aus Kalifornien gab es nur spärliche Infos über das, was uns erwarten würde oder was als unbedingt notwendiges Expeditionsgepäck mitzubringen sei. Die Geschäftstermine, die Alltagsplanung: alles unter Vorbehalt. Eine Zeit im Konjunktiv, untergeordnet dem Wunsch, ganz oben zu stehen.

Schwierig waren auch die körperlichen Vorbereitungen. Welche Kondition benötigt man für die Strapazen in den Wäldern und auf den Bergen der Sierra Nevada. Früher wäre diese Frage lächerlich gewesen. Früher, als die Muskeln, die man als Baumkletterer benötigt, noch voll durchtrainiert waren. Doch heute protzen die Muskeln in den zehn Fingern und ganz besonders die im Zeigefinger, der durch die Arbeit mit der Maus am Schreibtisch besonders ausgeprägt ist. Deshalb war Training angesagt, und ich versuchte, neben einem 16 Stunden-Tag, mir immer wieder Zeit zu nehmen, um Rad zu fahren, zu laufen, oder am zwölf Meter hohen Rigg-Gerüst vor unserer Firma den Aufstieg zu trainieren. Doch es gab jeden Tag neue Gründe, die meinen Eifer bremsten.

Deshalb beschloss ich, zweigleisig zu fahren. Wenn der Muskelaufbau nur langsam vorankommt, dann mussten eben Kilos verschwinden. Weniger Gewicht, weniger Kraftaufwand und damit weniger Muskeln, die notwendig sind, das Gewicht in die Höhe zu bringen. Zehn Kilo weniger habe ich mir vorgenommen, am Ende waren es sieben, immerhin. Der Muskelzuwachs hielt sich in Grenzen, war aber doch so hoch, dass sich mein physisches Wohlbefinden deutlich verbesserte. Schon alleine das wäre die Mühen wert gewesen.

Wenn man solch einmalige Dinge vor sich hat, denkt man an alles Mögliche, was den Traum zum Platzen bringen könnte: Vulkanasche, Krankheit, Flug verpassen, Einreise verweigert, Ausweis vergessen und vieles mehr. Und dann passierte es: Beim Experimentieren mit meinem Aufstiegssystem probierte ich eine neue Technik aus. Schnell, unkonzentriert, im Glauben daran, alles zu überblicken und ohne die übliche Sicherheitsroutine. Ich rutschte am Seil ab und bremste den Sturz mit bloßen Händen ab. Wo waren die sonst üblichen Handschuhe? Von zehn Fingern waren acht Finger verbrannt, teilweise dritten Grades. An einigen Stellen waren die Sehnen angegriffen. Als ich aus der Notversorgung der Klinik entlassen wurde, waren beide Hände und sämtliche Finger einzeln eingebunden.

Mir war klar, das war´s! Aus der Traum. Doch ich wollte zumindest die Bäume sehen und beschloss, die Reise nicht abzusagen. Mein Training musste ich zwar einstellen, aber die Medizin und der kompromisslose Wille dabei zu sein hatten Erfolg. Zwei Tage vor dem Abflug habe ich einen Test riskiert. Und siehe da, zumindest die kurze Strecke von zwölf Metern konnte ich mit Verband und Steigklemmentechnik ohne Schmerzen bewältigen. Jetzt wollte ich natürlich nicht nur als Zaungast dabei sein.

Endlich Ankunft in Kalifornien. Der Ort der Untersuchungsflächen mit den Mammutbäumen sollte geheim bleiben. Deshalb hatten wir erst kurz vor dem Abflug die Koordinaten des Treffpunktes bekommen. Erreichen konnten wir das Forscherteam nun nicht mehr, denn Telefonverbindung gab es nicht und ein Mobilfunknetz ist in den Weiten der Sierra Nevada selten vorhanden. Was, wenn wir nun den Ort nicht finden sollten, falsche Koordinaten, falsche Zeit, aus der Traum, Mammutbäume ade!

Aber alles Bangen war unnötig gewesen. Ohne Probleme haben wir den Treffpunkt gefunden. Unser „Basislager“ war ein kleines Holzhaus mitten im Nationalpark. Von dort starteten wir jeden Morgen zu den Untersuchungsflächen. Im Team waren Forscher von drei Universitäten. Leiter des noch andauernden Forschungsprojektes ist Professor Dr. Steven Sillett. Unterstützt wird er von Dr. Bob van Pelt. Bob hat schon die ganze Welt bereist. Sein Hirn ist eine unschlagbare Datenbank. Er kennt sämtliche Namen und Daten der meisten Baumgiganten. Legendär sind seine detaillierten Baumzeichnungen, die zum Teil in einem Buch zu bewundern sind (van Pelt, Forest Giants of the Pacific Coast). Dr. Anthony Ambrose von der Berkeley-University (Kalifornien) nutzt das Forschungsprojekt für seine Habilitation. Giacomo Renzulo und Cameron Williams sind Doktoranden und als wissenschaftliche Mitarbeiter angestellt. Cameron ist außerdem ein Meister der Armbrust. Er schießt die Angelleine punktgenau und sicher auf 60 Meter Höhe. Die Armbrust in der Hand und die Finger gefühlvoll an der Leine zupfend, erinnerte er mich an einen Geiger beim Adagio in Bruchs Violinkonzert Nr.1. Russel Kramer, angehender Biologe, ermittelt Daten für seine Diplomarbeit. Er ist Sportler durch und durch und träumt davon, nach dem Studium mit einer eigenen Firma Forscher in die entlegensten Winkel der Erde zu bringen. Ein moderner Scout im Dienste der Wissenschaft. Jim Mc Lee hat seinen Traum schon wahr gemacht. Er ist Zoologe und hat sich mit der bei Steve erlernten Klettertechnik auf Dokumentarfotografie u. –filme in Bäumen spezialisiert. Marie Antoine ist Biologin und Dozentin und wie Steven Sillett an der Humboldt State University (Kalifornien). Ihr Fachgebiet sind die Flechten. Jeder im Team, mit Ausnahme von Hubert und mir, hatte sein eigenes Forschungsthema und war mit speziellen Aufgaben betraut.

Am ersten Tag begleiteten wir Cameron, Giacomo, Anthony und Russel, um Seile in einen Zwillingsmammutbaum einzubringen, der bei vorangegangenen Höhenmessungen mittels Radarscan beim Überfliegen durch seine Höhe aufgefallen war und nun exakt vermessen werden sollte. Wir fuhren in die Nähe des Zielgebietes und machten uns mit Klettergepäck zu Fuß auf die Suche durchs Gelände. Doch an diesem Tag konnten wir den Zwillingsbaum trotz langen Suchens nicht finden. Um den Tag nicht ganz abschreiben zu müssen, haben unsere Freunde beschlossen, einen kleinen Riesenmammut zu klettern, den wir in der Nähe unserer Route ausmachten, damit Hubert und ich einen ersten Eindruck bekommen können. Das gab Gelegenheit, uns als Personen und noch wichtiger unsere Technik und unser Können im Baum besser kennen zu lernen. Und wenn ich jetzt von einem kleinen Mammutbaum schreibe, so nur, weil noch größere folgten.

Am schwierigsten und gefährlichsten ist der Aufstieg für den ersten Kletterer. Der Ankerpunkt ist von unten selten richtig einsehbar, was ein Einschätzen der Stabilität unsicher macht. An diesem ersten Ankerpunkt angekommen, hängt der Kletterer das Aufstiegsseil an seinen Gurt und klettert mit dem Motion-Lanyard weiter. Den Namen hatte Steve schon vor vielen Jahren seinem Klettersystem gegeben. Er verwendet für die Arbeiten in den Mammutbäumen ein ca. 20 Meter langes Kletterseil, an dem an beiden Enden seit ein paar Jahren SpiderJacks eingebaut sind, so dass man mit einem Seil zwei unabhängige Sicherungen hat. Das System ist in vielen Variationen schon immer genutzt worden, auch bei uns in Europa. Steves Verdienst ist es, dem Verfahren endlich einen Namen gegeben zu haben. Der Hauptvorteil gegenüber der Verwendung von zwei komplett unabhängigen Seilsystemen ist, dass man nicht so viel Seil braucht, da meist nur ein System lang sein muss und das zweite kurz sein kann. Beim Hochklettern wird das genutzte System kurz und das lose ungenutzte System gleichzeitig lang. So kann es dann gleich zum Weiterwerfen genutzt werden, ohne dass neu umgehängt werden muss. Das spart Gewicht und Zeit. Es hat natürlich auch Nachteile, die hier jedoch vernachlässigbar sind.

Für den Fall, dass die Astzwischenstände für das Vorwerfen des Seiles zu groß werden, benutzen die Forscher eine speziell gekapselte Angelspule, die jeder an seinem Gurt mitführt. Das Gerät spult die Leine beim Werfen des Wurfbeutels im Baum zuverlässig ab und kann sehr leicht wieder eingeholt werden. Oben in der Baumspitze wird das Aufstiegsseil vom Vorkletterer so eingebaut, dass beide Seilhälften unabhängig fixiert sind und herunterhängen. So haben die Nachfolgenden zwei unabhängige Aufstiegsstrecken.

Zurück zu unserem ersten Mammutbaum: Cameron war vorgeklettert und gab die Aufstiegsseile frei. Nun waren Hubert und ich an der Reihe. Mein bisher höchster Baum (ein Mammut im Schönbuch bei Stuttgart) war 45 Meter hoch gewesen. Ich war sehr aufgeregt und wegen meiner Hände ein wenig in Sorge: würden sie durchhalten? Dann ging es los. Mit der Fitness von Hubert konnte ich nicht mithalten, aber nach 15 Minuten stand auch ich auf der Spitze des Riesen und hatte meinen persönlichen Höhenrekord mal soeben um 31 Meter übertroffen, denn wir maßen 76 Meter! Dass es sich um einen relativ kleinen und jungen Baum handelte (geschätztes Alter 500 bis 1.000 Jahre), konnte dieses Erlebnis nicht mindern. Der Blick von hier oben auf die Weiten der Sierra Nevada, der Blick hinab auf die anderen Bäume, die immerhin höher waren als alles, was so in Deutschland in den Wäldern steht, war atemberaubend. Unglaublich! Nur das Rauschen des Windes, das Zwitschern der Vögel war zu hören und rundherum, in jede Richtung eine scheinbar unendliche Weite von Bergketten und Wäldern. Es ist ein überwältigendes Naturerlebnis und hier oben kann man vergessen, wie verletzlich diese Natur ist, denn man fühlt sich wohl und geborgen.

Steven Sillett und das interdisziplinäre Forscherteam haben in sämtlichen Mammutbaum-Regionen in Kalifornien insgesamt 16 Untersuchungsflächen eingerichtet. Man will verstehen lernen, wie diese Bäume funktionieren und wie sie beispielsweise auf die Klimaänderungen reagieren werden. Die Bäume werden exakt dreidimensional vermessen. Jeder Ast wird kartiert, um ihn am Computer grafisch dreidimensional darstellen und die Auswertung der Messergebnisse zuordnen zu können. Jedes Jahr werden aus den Bäumen Ast-, Blatt- und Zapfenproben genommen.

Abends ermittelten Bob und Steve mittels statistischem Zufallsverfahren, welche Äste am nächsten Tag für die Proben eingeholt werden. Das waren die Ziele des nächsten Tages. An einem Tag marschieren wir wieder, voll bepackt mit schwerer Ausrüstung, querfeldein einen steilen Schluchtwald hinunter, buchstäblich über Stock und Stein. Bob zeigt uns unterwegs Tannen und Kiefern mit fast 70 Metern. Wenn alle Bäume diese Dimensionen haben, verliert man fast das Gefühl für diese einzigartige Höhe. Nur über die Stammdicke gerät man immer wieder ins Staunen. Plötzlich taucht ein Baum vor uns auf, der schon durch seinen Stammumfang erahnen lässt, dass es sich um einen der richtig hohen alten und ehrwürdigen Riesen handelt. Wir hatten jetzt die Untersuchungsfläche erreicht und erfuhren, dass diese zu den Flächen mit der weltweit höchsten Holzmasse pro Hektar zählt. Das ist nicht verwunderlich, denn selbst nach über 1500 Jahren Wachstum nimmt der jährliche Holzuwachs bei einem Mammutbaum nicht ab.

Dieses Mal begleiteten wir Steve in den Baum und lernten von ihm sehr viel über die Biologie der Riesenmammuts. Der ausgewählte Riese war nicht nur wegen seines Umfangs und Alters von geschätzten 1500 bis 2000 Jahren so beeindruckend, das hatten auch die anderen umstehenden Bäume auf dieser Untersuchungsfläche. Was ihn von den anderen unterschied, war die Masse an Zapfen. Jeder Zapfenpflücker wäre begeistert gewesen. Bei den Riesenmammutbäumen gibt es zwei Arten von Zapfen. Solche, die normal wachsen und reifen wie an anderen Koniferen auch, und solche, die jahrelang im grünen Zustand verharren. Es gibt Zapfen, die über 20 Jahre am Baum hängen, ihre grüne Farbe behalten und erst dann reifen, wenn die Hitze eines Feuers am Baum durchzieht. Die reifen Samen fallen dann nach dem Feuer auf offenen Boden. Diese Taktik verschafft den Bäumen einen Selektionsvorteil. Mammut-Keimlinge und auch Jungbäume haben nur in offener Fläche Chancen, sich zu vermehren, ein seltenes Ereignis, da die Jungbäume zudem noch nicht den dicken Rindenschutz haben wie die Altbäume und deshalb die Feuerbrände meist nicht überleben.

Am darauf folgenden Tag konnte Hubert im klettertechnisch interessantesten Baum unserer Reise zeigen, was ein „deutscher Baumpfleger“ drauf hat. In 75 Metern Höhe musste ein ausladender Starkast entnommen werden. Stamm-, Ast- und Blattmasse sowie sämtliche Zapfen sollten möglichst ohne Verlust mittels Lastsack (BigPack) nach unten gebracht werden. Mit Technik und Raffinesse meisterte Hubert diese Aufgabe, was ihm den vollen Respekt der Forscher-Crew einbrachte.

Mir wurde eine leichtere Arbeit zugewiesen: vom Nachbarbaum, mit 87 Metern der höchste in dieser Untersuchungsfläche, war ich dafür zuständig, diese Aktion auf Fotos festzuhalten. Dabei hatte ich genügend Zeit, die Umgebung auf mich wirken zu lassen. Der Unterschied zwischen dem Wind am Boden und in 87 Metern Höhe ist gigantisch. Mir fiel auf, dass die starken Schwankungen der oberen Baumkrone bei mir keinerlei Ängste auslösten. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass die Äste bei alten Riesenmammuts fast bis in die Spitze relativ stark sind, was Sicherheit vermittelt. Unwahrscheinlich ist das Ausbrechen der Kronenspitze jedoch nicht, im Gegenteil. Fast jeder der Baumriesen verliert im Laufe seiner Lebenszeit oft mehrmals die Kronenspitze durch Stürme oder durch Blitze. Statistisch gesehen aber ein seltenes Ereignis, wenn so ein Baum alle paar hundert Jahre mal die Spitze verliert.

Die Tage, die wir gemeinsam mit den Forschern verbracht haben, waren sehr lehrreich und intensiv. Für uns war es eine Ehre, mit den Forschern das Reich der Riesen kennenzulernen. Aber auch für die Forscher war es ein Erlebnis. Denn Steven Sillett und sein Team sind begeisterte ART-Geräte-Anwender und nicht nur das, die meisten tragen auch am liebsten die Pfanner-Stretch-Air-Kletterhosen. Natürlich in grau, denn die Forscher wollen möglichst wenig auffallen und von niemandem entdeckt werden. Das ist auch der Grund, warum sie nicht mit Gaspistolen ihre Seile einbauen, sondern mit der Armbrust. Niemand soll auf ihre Arbeit aufmerksam werden und mitbekommen, dass es sich bei den Bäumen um besondere Individuen handelt.

Sie genossen es, die neuen Entwicklungen von Hubert gezeigt und die Zukunftspläne von ihm vorgestellt zu bekommen. Jeden Abend wurde intensiv und engagiert über die Techniken diskutiert, Entwickler und Forscher in ihrem Element. Alle im Team waren vertraut mit LockJack, Positioner, SpiderJack und RopeGuide. So war es nicht überraschend, dass wir einen Rekord anderer Art verzeichnen konnten: die höchste, wohl je in einem Baum gezählte ART-Geräte-Dichte: zehn SpiderJacks (je zwei an der von Steve bevorzugten Motion-Lanyard), vier Positioner, fünf RopeGuide und ein LockJack.

Hatten wir anfangs noch eine höflich, interessierte und respektvolle Distanz, so war unser Verhältnis nach wenigen Tagen geradezu herzlich, als wären wir über viele Wochen durch gemeinsame Arbeit zusammengeschweißt worden. Dabei waren es nur ein paar Tage gewesen. Und so kam es, dass die, wie wir glaubten, einmaligen Ereignisse noch gesteigert werden konnten.

Steve war von der Parkverwaltung kurzfristig informiert worden, dass im Gebiet, in dem der höchste Riesenmammutbaum der Welt steht, künstlich Feuer gelegt werden sollte. Das gehört inzwischen zur regelmäßigen Parkpflege. So wird verhindert, dass sich im Laufe der Jahre zu viel totes Holz ansammelt und große, alles vernichtende Feuer entstehen können. Kleine Feuerbrände können den Riesenmammutbäumen nichts anhaben, gegen große Feuerwalzen aber sind auch sie machtlos. Steve wollte die Gelegenheit nutzen, um die Bodenvegetation vor und nach dem Feuer zu vergleichen und ordnete eine außerplanmäßige Bodenkartierung an. Und er lud uns ein, dabei zu sein.

Hubert und ich zögerten nicht, die Einladung anzunehmen und änderten unsere Reisepläne. Die Überraschung war groß, als Steve uns nach Ankunft am verabredeten Ort mitteilte, dass wir den höchsten Riesenmammutbaum der Welt nicht nur sehen, sondern auch klettern werden. Denn Russel, der Diplomand, musste noch einige Messdaten im Baum überprüfen und wir sollten ihn begleiten. Wir konnten unser Glück kaum fassen.

Das Klettern war wieder beeindruckend wie schon die Woche zuvor. 60 Meter an einem Stamm hochzuklettern, ohne Ästen zu begegnen und ohne dass der Stammumfang in der Höhe merklich abnimmt, das ist und bleibt fantastisch. Schon in Deutschland ist es für jeden Baumpfleger ein emotionales Erlebnis, wenn man in einer 250 jährigen Eiche oder Platane mit 35 Metern Höhe klettert. Dieser Mammut hatte geschätzt 2.000 Jahre. War da nicht noch was vor 2000 Jahren? Noch einmal genossen wir den Ausblick, an dem man sich nicht satt sehen kann. Dieses Mal war es aber nicht das an sich schon beeindruckende Erlebnis von Höhe und Natur, es war mehr. Wir standen auf dem vermeintlich höchsten Riesenmammutbaum der Welt und blickten von oben auf die Spitze, die immerhin 94,86 Meter misst. Wie fühlt man sich, wenn man vielleicht als erster Europäer da oben steht? Einfach nur Wahnsinn! In diesem Augenblick fühlte ich mich als Kolumbus, als Whymper, als Armstrong. Glücklich.

So schön es auch ist und so sehr ich es allen Baumpflegern und auch anderen Menschen gönne, so etwas zu erleben, so sehr respektiere ich den Wunsch von Steven, zum Schutz der Bäume keine Orte und Namen zu veröffentlichen. Ich weiß, das ist einfach, wenn man zu den wenigen Privilegierten gehört, die solches erleben durften. Aber ich schreibe über das Erlebte, weil die Natur nur dann geschützt werden kann, wenn die, welche es erlebt haben, zeigen, was man verliert, wenn diese Natur nicht geschützt wird. Und so werde ich mich auch in Zukunft wieder über meinen ersten Großbaum freuen, der eine Höhe von 25 Metern hatte und mir die Weisheit von Kindern zu Herzen nehmen, für die beim Klettern nicht die absolute Höhe der Glück bringende Moment ist. Was wirklich zählt, sind nicht die Rekorde, der Durchmesser, die Höhe oder das Alter von Bäumen. Aber solche Rekorde können helfen, uns der Verantwortung für die Natur bewusst zu werden.

Der Autor: Johannes Bilharz (E-Mail)
Gründer und Mitinhaber der Münchner Baumkletterschule

 
Online blättern im Kletterblatt 2011: "Ganz oben" but_top
 

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