Kletterblatt 2007 - page 7

Thema
ONE SIZE FITS ALL
MADE IN GERMANY.
12 mm X-P*
timberblue
timbergreen
redwood
Neu, mit ausgespartem Helmrand!
ARBORLIGHT-WORK
Klemheist (Abb. 3). Dieser Knoten ist in Funktion
und Ästhetik so überzeugend, dass er gut und
gerne der letzte meiner Knoten sein darf und
eingemeißelt auf meinem Grabstein prangen
könnte. Er müsste sich aber noch gedulden.
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(Zum Kennenlernen kann man auch einen
HMS-Karabiner und eine ins große Auge ge-
hängte Abseilacht nehmen.) Jetzt wird am
hoch eingebauten Aufstiegsseil gefootlockt.
Sobald man die erforderliche Höhe erreicht
hat, lässt man einfach los und arbeitet mit
dem Doppelseilsystem weiter. Man muss si-
cherstellen, dass sich der zusammengescho-
bene Machard selbsttätig schließt (am Boden
prüfen, evtl. eine Wicklung mehr machen).
Wenn man fertig ist, baut man sein Doppel-
seilsystem aus, wie man es von einem Ring-
kambiumschoner her kennt. Großes „Aha!“
Als Kletterknoten ist der Machard nur be-
dingt geeignet. Der Valdotain ist hier sicher-
lich der gängigere Knoten. In seiner oben ab-
gebildeten Form lässt sich der Machard nur
„kurz“ klettern. Will man ihn „lang“ klettern,
bedarf es der Kreuzung mit zwei anderen
Knoten (= Knotensex): Machard plus Doppel-
ter Palstek plus Klemheist gleich Geschoteter
Der Autor
Dirk Lingens
Selbstständiger Baumpfleger mit SKT und
Ausbilder SKT, tätig auch im Industriebereich
mit Seilzugangstechnik (SZT).
... und stolzer Besitzer von über 1 km Seil.
Zur Unterscheidung: Machard und Valdotain
Der Machard wird mit einer Rundschlinge, der Valdotain
mit einem Einfachstrang gebunden. Nimmt man eine re-
lativ lange Schlinge und macht im Verhältnis dazu wenige
Wicklungen, bilden sich bei Belastung sogenannte „Zöp-
fe“. Werden diese nun abwechselnd oben/unten gelegt,
erhält man den Machard Tresse, bzw. Valdotain Tresse.
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